28. April 2017 DIE LINKE. Kreisverband Gütersloh

DIE LINKE. Gütersloh: „Tierwohl“-Siegel ist Mogelpackung!

Uschi Kappeler, Landtagskandidatin DIE LINKE im Kreis Gütersloh

Uschi Kappeler, Landtagskandidatin DIE LINKE im Kreis Gütersloh

Gut zwei Jahre ist es her, als Wolfgang Ingold, Chef der Versmolder Firma Wiltmann und Clemens Tönnies, größter Schlachter Deutschlands, sich für die 'Initiative Tierwohl' stark machten. Bauernverbände, Fleischwirtschaft und der deutsche Lebensmittelhandel wollten so das ramponierte Image der Fleischerzeugung aufbessern. Der Tierschutzbund ist inzwischen aus der Initiative ausgetreten und lehnt auch das nachgebesserte Tierwohl-Label ab.









Dazu Uschi Kappeler, Landtagskandidatin und Sprecherin des Kreisverbandes DIE LINKE: „Die Vorwürfe des Tierschutzbundes sind deutlich. Er spricht von Verbrauchertäuschung und Betrug. Zudem lägen die Kriterien des Tierwohl-Labels nur geringfügig über den gesetzlichen Vorgaben. Aber selbst die geltenden Gesetze werden gerade von jenen unterlaufen, die uns das sogenannte „Tierwohl“ schmackhaft machen wollen. Anerkannte Tierrechtsorganisationen decken immer wieder katastrophale Zustände in der Massentierhaltung auf. Vor nicht allzu langer Zeit gingen erschreckende Aufnahmen durch die Medien. Die Aufnahmen stammen aus einem Mastbetrieb des Vorsitzenden des Zentralverbandes der Deutschen Schweineproduktion (ZDS), aus einem Stall des Vorsitzenden des Verbands Deutscher Putenerzeuger, einer Ferkelzucht des Präsidenten des Thüringer Bauernverbands sowie aus dem Familienbetrieb des eines CDU-Bundestagsabgeordneten, zugleich Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands (WLV) und Vorsitzender des Fachausschusses Schweinefleisch im Deutschen Bauernverband.

Im Landtagswahlprogramm fordert DIE LINKE ein Verbot der Massentierhaltung. Der derzeitige übermäßige Konsum von Fleisch ist aber nicht nur aus Tierrechtsgründen abzulehnen. Die Fleischproduktion verursacht Hunger in anderen Teilen der Welt und trägt maßgeblich zur Klimakatstrophe bei. Da eine gesunde, nachhaltige und den Tierschutz fördernde Ernährung aber nicht ein Privileg der Besserverdienenden sein darf, setzt sich DIE LINKE auch für höhere Löhne, höhere Renten und eine Anhebung aller sozialen Leistungen ein.“