Wir fordern einen gänzlichen Ausstieg aus allen Tierversuchen
Zahlen und Fakten kamen zur Sprache. Die größte Anzahl der Tierversuche macht die der Mäuse aus. Die Zahl der ‚verbrauchten Tiere‘ insgesamt in Deutschland beläuft sich auf über 3 Millionen und obwohl die Humanrelevanz weniger als 1 % beträgt sind Tierversuche vom Gesetzgeber noch immer vorgesehen, bevor Medikamente für den Markt zugelassen werden. In Deutschland werden jedes Jahr auch fast 4.000 Primaten - Giftigkeitstest und Hirnforschungen - zum Teil über Jahre mit Tierversuchen gefoltert und oft in grausamen Finalversuchen zu Tode gequält.
Die geschätzten Förderungen für Tierversuche liegen bei mehreren Milliarden Euro: 99 % der Förderungen gehen dabei in die Förderungen für Tierversuche und weniger als 1 % in die Förderungen für tierversuchsfreie Forschung. Mini-Organ-Chips sind mit menschlichen Zellen gezüchtete Mini-Organe und sind aber bereits ab 400 € erhältlich und ermöglichen ein breites Forschungs-Spektrum.
Sie und noch viele weitere tierleidfreie Forschungsmethoden öffnen uns die Türen für eine tierversuchsfreie Zukunft in Deutschland. Auch wir lehnen die erläuterte und noch gern praktizierte 3R-Methode ab (replace, reduce, refine) (ersetzen, verringern, verfeinern). Tierversuchs-Befürworter versuchen mit dieser tierfreundlich klingenden Methode für Tierversuche in Gesellschaft und Politik eine bessere Akzeptanz zu schaffen.
Nähere Infos hierzu liefern die Ärzte gegen Tierversuche e.V. auf ihrer Homepage www.aerzte-gegen-tierversuche.de
Die 3R-Methode beinhaltet keine Abschaffung der Tierversuche und ist aus dem Grunde gänzlich abzulehnen. Sie ist vergleichbar mit dem Skandal des Tierwohl-Labels. Dem Verbraucher wird eine Verbesserung vorgegaukelt, faktisch gesehen handelt es sich aber nur um minimalste Veränderungen, wie zum Beispiel um ein paar Zentimeter mehr Platz im Käfig und somit um reine Augenwischerei.
Die LAG Tierschutz NRW fordert einen gänzlichen Ausstieg aus allen Tierversuchen in Anlehnung an das holländische Tierversuchs-Ausstiegs-Programm und in Anlehnung an den Antrag der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag 18/11724 vom 28.03.2017.
